Livestream

Im Moment läuft:

15 Uhr: Respect The Rock
Alles rund um Rock'n'Roll: Von Alternative ĂŒber Metall und Punk zu Schweinerock. Hauptsache LAUT!

Danach läuft:

16 Uhr: frei.raum
Freier Sendeplatz fĂŒr Aktuelles und Spontanes aus Politik, Kultur und Szene.

17 Uhr: Highspeed
Der Technikratgeber rund um Internet, Kommunikation und Medien.

18 Uhr: fastandquiet
Überblick verloren? Anschluss verpasst? Marc Rockdashle verpasst euch das neuste Update in Sachen Indie, Electro, Singer/Songwriter und Artverwandtem.The best is still to come!

MonatsĂŒbersicht ĂŒber alle Sendungen


Willkommen bei bermuda.funk
Freies Radio Rhein-Neckar e.V.

10.11.2014

Einfach Radiomachen - BeitrÀge gesucht zu den Themen Sprache, Technik und öffentlicher Raum

Im Rahmen des Projekts "Einfach... barrierefrei ins Radio" sind zurzeit Sendungen zu folgenden Themen im Entstehen:

  • Sprache und Sprachbarrieren, Leichte Sprache, Übersetzungarbeit, Literatur und Barrieren
  • Technik als Barriere bzw. als Hilfe und UnterstĂŒtzung zur Überwindung von Barrieren
  • Barrieren und öffentlicher Raum (mehrteiliger Workshop in Planung!)

Vorkenntnisse sind keine nötig - nur Ideen und ein wenig Zeit. Wir unterstĂŒtzen dabei, diese Ideen zu einem sendefertigen Beitrag werden zu lassen. Wer sich also vorstellen könnte, zu einem der Themen einen Beitrag zu produzieren oder einfach nur eine Idee hat, etwas zu den genannten Themen ins Radio zu bringen, melde sich unter einfach [at] bermudafunk.org!

01.11.2014

Sendung des Monats: ICH HABE NICHT FERTIG

Mit dieser Rubrik wollen wir Euch jeden Monat eine bermuda.funk-Sendung in einem Interview nĂ€her vorstellen. Literatur, Politik, Sport, Wissenschaft und Musiksendungen von Jazz ĂŒber Reggae und Country-Musik bis Rock, Pop und Punk, soziale Bewegungen, mehrsprachige Sendungen und vieles andere mehr könnt Ihr beim bermuda.funk finden. Mit dieser Rubrik möchten wir Euch helfen, das bermuda.funk-Angebot zu entdecken. Im November haben wir fĂŒr Euch Fibi ĂŒber seine Sendung ICH HABE NICHT FERTIG befragt.

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Wie lange bist du schon beim bermuda.funk?

Meine beiden bisherigen Sendungen laufen seit 2002 beim bermuda.funk im Programmaustausch (mit dem Querfunk in Karlsruhe). Im Juli 2014 hatte ich dann die Idee zu â€žIch habe nicht fertig". Und jetzt geht's los.

Welche ist deine Motivation, Radio zu machen?

Ich finde es wichtig, das Gewordensein der ZustĂ€nde mit den Mythen, die um sie herum wie Schutzmauern aufgebaut sind, zu analysieren: Also die Wechselspiele zwischen den drei Polen 'Arbeit', 'Herrschaft' und 'Geschlecht'.

Was machst du, wenn du kein Radio machst?

Gute Frage.

Wie ist die Idee entstanden, eine Radiosendung zu machen?

Ich hatte bei Querfunk im letzten Juni eine außerplanmĂ€ĂŸige Musiksendung gemacht. In jener spielte ich nur Musik, die ich mir auf CD oder Kassette bei einem kleinen Sommerurlaub in England gekauft und bis dahin nicht angehört hatte. Das Ergebnis hatte mir gefallen. Und da dachte ich, es wĂ€re doch fein, sowas als Sendekonzept zu verfolgen. Und weil ich privat und potentiell beruflich an Mannheim interessiert bin, dachte ich, dass das ein netter Anlass wĂ€re. Goethe sagte ja auch: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Und Max Frisch sagte: „Alles Fertige hört auf, Behausung unseres Geistes zu sein“. Und ich dachte, dass ein solches Sendekonzept ja quasi einen unfertigen Moderator verlangt - im Sinne von unvorbereitet. Bingo.

Was ist der Schwerpunkt deiner Sendung?

Musik und deren Kritik hinsichtlich Wort und Ton (uii, klingt das streng).

Welche Art von Musik und BeitrÀgen sind in deiner Sendung zu hören?

Es soll verschiedene Rubriken geben: „Unverlangt eingesandt worden seiende Promo-CDs", „SperrmĂŒllfunde“ oder „Was Bekannte so im Regal stehen haben" oder oder.

Was willst du mit deiner Radiosendung erreichen?

Keine Ahnung.

Wen möchtest du mit deiner Sendung erreichen?

Wen auch immer.

Hast du (noch) Lampenfieber vor der Sendung?

Eigentlich nicht, eigentlich das Gegenteil. Ich empfinde eine wohlige Ruhe.

Was war dein peinlichster Moment on Air?

Im Freien Radio gibt es nichts Peinliches, nur extrem Unnormiertes. Und wenn's schief geht, war's Kunst.

Was war dein schönster Moment on Air?

Immer wenn ich mir vorstellte, dass der Mensch, den ich liebe, jetzt gerade ganz bestimmt zuhört.

An welchen Gast oder an welche GĂ€ste erinnerst du dich besonders gerne?

An den Karlsruher OB Frank Mentrup vor ein paar Monaten. Das war echt interessant, aus der Stadtverwaltung einmal wen anderes zu interviewen als einN genervteN PolizeisprecherIn... Da hatte ich ĂŒbrigens Lampenfieber de luxe, obwohl das GesprĂ€ch natĂŒrlich aufgezeichnet worden ist.

Hast du Kontakt zum Publikum?

Nein, frĂŒher haben sich die Leute wenigstens noch vehement ĂŒber â€žBad News Entertainment" beschwert, etwa als in der Sendung die Mutter Theresa als „A*loch" bezeichnet wurde, weil diese ihre PopularitĂ€t nur zum Wimmern nach Spenden nutze, anstatt den sog. MĂ€chtigen der Welt den Marsch zu blasen ... Aber heute beschwert sich niemand mehr.

Was war bis jetzt die beste oder ungewöhnlichste Reaktion auf deine Sendung bzw. dein grĂ¶ĂŸtes Fanerlebnis?

Einmal, bei einer Demo im Jahr 2005 fĂŒr oder gegen irgendwas, erkannte ein Mitdemonstrierender die Stimme meines Mitmoderators von „Bad News Entertainment", „Guter Koenig" ist sein Radioname. Und er ging zu ihm hin und fragte: „Darf ich dich berĂŒhren?" Und als er die Erlaubnis erhalten und berĂŒhrt hatte, verschwand er wieder in der Menge. Das war echte Liebe.

19.10.2014

Neue Sendung: PoesĂ­a

PoesĂ­a sendet eine Stunde lang Poesie. Unter einem Leitmotiv (GemĂŒtszustand, Geschichte, Idee, Biografie, Dialog, Stadt, Natur usw.) wird die Poesie in allen Kunstgattungen und Ausdrucksformen des Zeitgeistes (Literatur, Musik, bildende und darstellende Kunst sowie Performance und Medienkunst) aufgespĂŒrt, dekliniert und vorgestellt.

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Der Austausch zwischen Deutschland und Lateinamerika/Venezuela steht im Vordergrund. Dazu werden Schriftsteller*innen, KĂŒnstler*innen, Musiker*innen, Kunstliebhaber*innen, Kunstsammler*innen und KunsthĂ€ndler*innen eingeladen. Unsere StammgĂ€ste sind „La Maja desnuda“ von Nidia HernĂĄndez und „Planeta vital“ von Marisela Valero, beides Sendungen aus Venezuela, 25 min. jeweils auf Spanisch. Jedes Mal entsteht einen Eintrag im Radio-Tagebuch der Poesie voller Inspiration, Leidenschaft und Humor!

Sendezeiten und weitere Infos

16.10.2014

Neue Sendung: ich-habe-nicht-fertig

Fibi spielt Musik, die er nicht kennt, aber unbedingt im Radio spielen will. Ein kleines Experiment, das der Erstkontaktkompetenz des Moderators auf der Spur ist.

Sendezeiten und weitere Infos

13.09.2014

Neue Sendung: Talking Heads

Eines vorne weg: TALKING HEADS ist keine Sendung, die sich um die gleichnamige Band dreht! TatsĂ€chlich versteht man in der Medienproduktion unter „Talking Heads“ die Interviewten beziehungsweise GesprĂ€chspartner in einer Sendung. Das ist der eigentliche Kern der Talk-Sendung mit musikalischen Einspielern. Moderator Ali Badakhshan Rad unterhĂ€lt sich in der Sendung mit wechselnden GĂ€sten aus unterschiedlichsten Bereichen - vom Anlageberater bis zum Zoologen wird das Spektrum einmal reichen.
Man spricht ĂŒber ein ausgewĂ€hltes Thema 
 und schweift gerne auch mal ab. Ein lockerer Talk mit Tiefgang und Offenheit fĂŒr Spontanes. Neben dem Talk spielt Musik eine wichtige Rolle. Der Moderator und sein Gast stellen Musik vor, die mal mehr, mal weniger bekannt oder hörbar ist.
TALKING HEADS ist ein Edutainment-Format nach dem Gonzo-Prinzip, das dem Hörer im besten Fall was zum Nachdenken und Nachhören mitgibt.

Sendezeiten und weitere Infos

14.08.2014

Neue Sendung: Rund um die Beatles

Ausgefallene Coverversionen - Kurioses rund um die Beatles - HintergrĂŒnde zu einzelnen Songs und natĂŒrlich auch Beatleslieder.
Was war die Motivation von Paul, den Song "Why don't we do it in the road" nur mit Ringo aufzunehmen? Wer waren die Rutles? Wie könnten die Beatles heute klingen, wenn sie noch auf Tour wĂ€ren? Wie waren die Beziehungen zwischen den Beatles und den anderen großen Musikern der 60-ger? ....

Sendezeiten und weitere Infos

24.06.2014

Die einfach... Postkarten sind da!

Die schönen Postkarten auf Recyclingpapier werden gerade verteilt. Haltet Ausschau - und meldet euch, falls ihr welche auslegen möchtet unter einfach [at] bermudafunk.org.

Eine Version zum Betrachten und Runterladen findet sich hier: bermudafunk.org/fileadmin/dateien/einfach/einfach_ins_radio.pdf

02.06.2014

einfach ... barrierefrei ins radio!

Worauf wartest Du noch? Sprichst Du nicht so gut deutsch? Hast Du Bedenken, dass Dich die Technik ĂŒberfordern könnte? Stotterst Du? Traust Du Dich nicht, in ein Mikrofon zu sprechen?
Was sind Barrieren, auf die Du stĂ¶ĂŸt, was macht Dir sonst noch den Alltag schwer – rede darĂŒber! Mit uns und mit den Radiohörer_innen...
Barrierefrei ins Radio heißt: Wir wollen Dir/Euch/Ihnen helfen, BeitrĂ€ge oder Sendungen zu produzieren, Barrieren zu beseitigen, die eigenen Interessen im Radio zu vertreten – einfach mitzumachen!  Durch vielerlei Angebote wollen wir die Kenntnisse zum Radiomachen vermitteln und helfen, Hindernisse zu ĂŒberwinden.

Ergebnisse sind beispielsweise in der Sendung "einfach senden" zu hören... schalte ein, besser noch: sende selbst!

Einfach reinhören und mitsenden: http://bermudafunk.org/sendungen/sendungen/einfach-senden.html

Einfach mailen: einfach [at] bermudafunk.org

Einfach anrufen: 0621 3009797 (Mo/Do 16-19 Uhr und Di/Mi 10-13 Uhr oder AB)

24.05.2014

Neue Sendung: In den Ohren von ...

Woher stammt ein/eine Musiker*in? Was ist die Inspirationsquelle? Egal, ob SĂ€nger*in/Songwriter*in /Produzent*in oder der stille Bassist aus der Band: Jeden Monat stellt „In den Ohren von“ eine/n KĂŒnstler*in vor und den Soundtrack ihres/seines Schaffenswegs; von Musik aus Kindheit und Jugend bis zu aktuellen EinflĂŒssen aus Musik, Politik und Kultur.

Sendezeiten und weitere Infos

17.05.2014

Neue Sendung: MOSAIK

Bunt wie ein MOSAIK ist auch die Sendung: Jede Folge widmet sich einem Thema aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt, Kultur, Sport u.v.m. MOSAIK fragt, berichtet, testet, diskutiert und kommentiert. Im Zentrum stehen aber immer die Menschen und das, was sie bewegt.

Sendezeiten und weitere Infos

16.05.2014

Neue Sendung: Africa Live

Eine Sendung fĂŒr Afrikanerinnen und Afrikaner, die in der Rhein-Neckar-Region leben. In französischer Sprache.

Sendezeiten und weitere Infos

03.04.2014

Neue Sendung: MusikLokal

Im MusikLokal treffen sich regionale MusikerInnen aus der Rhein-Neckar-Region.

Sendezeiten und weitere Infos

26.03.2014

Neue Sendung: Doppelkopf

Die beiden Moderatoren prĂ€sentieren wechselnde Themen von seriös ĂŒber skuril bis völlig abwegig. Die Musik passt zum Thema, dazu gibt es Fakten, Anekdoten oder auch mal Schwachsinn.

Sendezeiten und weitere Infos

05.03.2014

Neue Sendung: octopus architecture

Zwei gut informierte und provokante Selecter prÀsentieren verzerrte Gitarren, growling, screaming an pig squealing, aber auch abwechslungsreiche Rhythmen und Melodien. Gespielt wird ein Mix an experimenteller Musik von Metal, Noise und Grindcore bis zu Jazz.

Sendezeiten und weitere Infos

05.03.2014

Neue Sendung: Cheval Noir

Monsieur 70 Volt und DJ Benîit reiten auf dem Lichstrahl des Pulsars. Symphonien galoppieren und Donnerhall steigt aus dem Äther hervor.

Sendezeiten und weitere Infos

02.04.2013

Neue Sendung: Je mange, donc je suis

Ich esse, also bin ich. Werde ich schneller, wenn ich Fastfood esse? Kommt das Bio-Ei vor dem Bio-Huhn? Ist die Übersee importierte Bio-Banane immer noch Bio? Sind Kochgenuss, Nachhaltigkeit und Gesundheit unvereinbar? Untermalt von französischer Musik und kulinarischem Flair.

Sendezeiten und weitere Infos

13.02.2013

Welttag des Radios: UNESCO betont die Bedeutung der Community Radios

Die UNESCO hat den 13. Februar zum Welttag des Radios erklĂ€rt. Er soll auf die wichtige Bedeutung dieses Mediums aufmerksam machen. Ohne das Radio wĂ€ren viele Menschen von Informationen ausgeschlossen. Lokale Rundfunkstationen sind in abgeschiedenen Regionen oft die einzige Informationsquelle. Das Radio ist das Massenmedium mit der grĂ¶ĂŸten Hörerschaft weltweit. Gleichzeitig ist es ein sehr kostengĂŒnstiges Kommunikationsmittel. Die UNESCO unterstĂŒtzt im Rahmen ihres internationalen Programms zur Medienförderung (IPDC) den Aufbau von Radiostationen in lĂ€ndlichen und isolierten Gebieten. UnabhĂ€ngige Radiostationen versorgen die Menschen mit Informationen in ihrer lokalen Sprache und ermöglichen es ihnen, an der öffentlichen Diskussion und am demokratischen Meinungsbildungsprozess teilzuhaben.

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Mehr Informationen gibt es unter: http://www.unesco.de/0212_weltradiotag.html

Das UNESCO-Handbuch Community Media informiert ĂŒber Good-Practice-Modelle und innovative Radioprojekte in aller Welt: http://unesdoc.unesco.org/images/0021/002150/215097E.pdf

11.02.2013

Schicke bermuda.funk-Kugelschreiber eingetroffen!

Unsere neuen bermuda.Kugelschreiber sind da! Aus biologisch abbaubarem Material und nachwachsenden Rohstoffen. Gibt's hier bei uns im bermuda.funk oder auf Anfrage.

11.02.2013

Radio-Luft schnuppern oder selbst senden in unserem Info-Magazin "Sonar"

Möchtest Du live senden? Am 2. und 4. Dienstag im Monat wird das Info-Magazin "Sonar" vom Projekt „Rhein-Neckar Babylon“ ĂŒbernommen. Wer bei der Live-Sendung mitmachen oder auch nur zuschauen möchte, kann gerne um 15:30 Uhr ins Studio kommen. Anschließend findet ein Redaktionstreffen statt, bei dem jede/r eigene Ideen fĂŒr BeitrĂ€ge vorstellen kann.

Voranmeldung: rheinneckarbabylon@bermudafunk.com

18.10.2012

bermuda.funk bald nur noch ĂŒber das Internet zu hören?

PRESSEMITTEILUNG: Mehr Gehör fĂŒr gesellschaftliche Gruppen

Die Assoziation Freier GesellschaftsFunk (AFF) wehrt sich gegen den Vorstoß von LfK-PrĂ€sident Langheinrich, den Freien Radios ihre Frequenzen zu nehmen und sie ins Internet zu verbannen.

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Der PrĂ€sident der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LfK), Thomas Langheinrich (CDU), hat sich bei einer Tagung der Friedrich-­Ebert-­‐Stiftung zum Thema "Sozialer Zusammenhalt durch BĂŒrgerfunk" zu seiner persönlichen Vision der Zukunft der Freien Radios in Baden-­WĂŒrttemberg geĂ€ußert (siehe Pressemeldung der LfK vom 15.10. "Mehr Gehör fĂŒr gesellschaftliche Gruppen").

Was Langheinrich hier als "Digitalisierungsschub" bezeichnet, ist in Wahrheit eine Kampfansage an die Meinungsvielfalt in der Baden-WĂŒrttembergischen Medienlandschaft und der Versuch, dem BĂŒrgerfunk im Land die UKW-Frequenzen zu nehmen und die zehn Freien Radios in das Internet zu verbannen.

Die grĂŒn-­rote Landesregierung von MinisterprĂ€sident Kretschmann hatte in ihrer Koalitionsvereinbarung versprochen, fĂŒr die Freien Radios "eine Lanze zu brechen":

"Unverzichtbar in einer pluralistischen Gesellschaft sind die BĂŒrgermedien, die nichtkommerziellen Freien Radios. Deren finanzielle Situation muss verbessert werden, damit die TrĂ€gervereine eine Mindestausstattung und damit einen regelmĂ€ĂŸigen Sendebetrieb gewĂ€hrleisten können und auch mittelfristig Planungssicherheit haben." (aus dem Koalitionsvertrag der grĂŒn-­roten Landesregierung)

Mit einer Gesetzesnovelle, die in der letzten Woche in der ersten Lesung den Landtag passiert hat, sollen nun die ersten Schritte dafĂŒr gemacht werden. Die LfK erhĂ€lt demnach mehr Geld fĂŒr die Förderung von Medienkompetenz und BĂŒrgerbeteiligung im Land. Medienkompetenzbildung ist, neben der Schaffung eines freien Zugangs zu Medien fĂŒr gesellschaftliche Gruppen, eine der zentralen Aufgaben der Freien Radios.

Außerdem wird im Gesetzestext die Deckelung der möglichen Förderungssumme fĂŒr NKL (nicht-kommerziellen Lizenznehmern) aufgehoben und eine Bestimmung eingefĂŒgt, dass die LfK die BemĂŒhungen von NKL fördern soll. Bisher wendet die LfK im bundesweiten Vergleich, sowohl was den Haushalts-­Anteil der BĂŒrgermedien-Förderung, als auch was die rechnerische Förderung pro BĂŒrgermedien-Standort betrifft, die wenigsten Mittel fĂŒr BĂŒrgermedien auf. Leider wurde hier im Gesetz weder eine Mindestausstattung festgelegt, wie es der Koalitionsvertrag versprochen hatte, noch die Art der Verwendung der zusĂ€tzlichen Mittel genauer definiert. So bleibt es nun der Interpretation der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation (LfK) und ihrer Gremien ĂŒberlassen, ĂŒber die Verwendung des Geldes zu bestimmen.

Die grĂŒn-rote Regierung legt damit also das Geschick der Freien Radios im Land in die HĂ€nde eines den Freien Radios alles andere als wohlgesonnenen BehördenprĂ€sidenten – obwohl doch sein vergangenes Handeln (und das der schwarz-­gelben Regierungen der letzten Jahrzehnte) fĂŒr die miserable Situation des regionalen BĂŒrgerfunks verantwortlich zeichnet.

Auf einer Tagung zur Zukunft des BĂŒrgerfunks in Baden-­WĂŒrttemberg machte LfK-PrĂ€sident Langheinrich nun, gegen den erklĂ€rten Widerstand von Wissenschaft, Medienrat und AFF (Assoziation Freier GesellschaftsFunk, der Landesverband der Freien Radios), deutlich, dass "durch die Einsparung von Leitungs-­ und Senderkosten im UKW-­‐Netz weitere Gelder fĂŒr die Gestaltung von Programm frei werden könnten". Die Aussage heißt unserem VerstĂ€ndnis nach im Umkehrschluss, dass sĂ€mtliche zusĂ€tzliche Gelder, welche die Landesregierung den Freien Radios zukommen lassen möchte, laut seiner Vision in den "Übergang der Freien Radios in die digitale Welt" investiert werden. Das bedeutet aber mitnichten die Aufnahme der NKL in den digitalen Rundfunk (außer vielleicht mit einem einzigen DAB-Kanal), sondern die Abschiebung in das Internet. Dies wĂ€re das Ende der Freien Radiolandschaft in Baden-­WĂŒrttemberg, denn Internetradios erreichen nur einen sehr geringen Bruchteil der HörerInnen, welche die Freien Radios im UKW-­‐Netz erreichen können. WĂ€hrend die NKL seit rund zehn Jahren die digitalen Mittel nutzen und neben der Verbreitung im Kabel und UKW-­Netz ĂŒber Livestreams (und Podcasts) auch im Internet "senden", hören nach wie vor ca. 98% ihrer HörerInnen die Sender ĂŒber die normalen Radionetze. Wenn die Sendungen der Freien Sender also in Zukunft, wie Langheinrich es wĂŒnscht, keine HörerInnen mehr erreichen, ist damit zu rechnen, dass ein Großteil der freiwilligen Sendungsmachenden und ehrenamtlichen Redakteure ihre Arbeit einstellen werden.

Jahrelang hat die LfK unter Langheinrichs PrĂ€sidentschaft den Freien Radios die adĂ€quaten Finanzmittel fĂŒr ihre gesetzliche Aufgabe verweigert, gesellschaftlichen Gruppen mit eigenen ProgrammbeitrĂ€gen Zugang zum Rundfunk zu ermöglichen. Seit Jahren erwirtschaften die NKLs den grĂ¶ĂŸten Teil ihrer Jahresbudgets aus anderen Quellen – mit entsprechendem Mehraufwand fĂŒr die so schon vollkommen ĂŒberarbeiteten MitarbeiterInnen. Ohne diesen Mehraufwand wĂ€re gar keine medienpĂ€dagogische Arbeit mehr möglich. Wenn Herr Langheinrich nun den gesellschaftlichen Gruppen eigene Hörfunkwebauftritte "in Aussicht stellt", so hat er bis heute den Unterschied zwischen Rundfunkveranstaltern mit ihren Programmen und einem flĂ€chendeckenden "Offenen Kanal" nicht verstanden. Letzterer war ĂŒbrigens in Baden-WĂŒrttemberg gesetzlich nie gewĂŒnscht.

Die AFF fordert fĂŒr die Freien Radios im Land eine finanzielle Mindestausstattung ĂŒber eine Grundförderung von jĂ€hrlich 240.000 Euro pro NKL zur Finanzierung der technischen Infrastrukturen und jeweils drei Vollzeitstellen zur Organisation der ehrenamtlichen Sendungsmachenden und der Verwaltungsarbeit der Radios. Damit wĂŒrden die Veranstalter, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht, "Planungssicherheit erhalten". Zur Zeit hat ein Anbieter mit Vollfrequenz ca. 52.000 Euro Grundförderung zur VerfĂŒgung. Dies fĂŒhrt zu einem unverantwortlichen und nicht vertretbaren Verschleiß der haupt-­ und ehramtlichen MitarbeiterInnen.

DarĂŒberhinaus fordert der Verband eine bessere Abdeckung im UKW-­Netz und in Zukunft auch bei digitalisierten terrestrischen RundfunkkanĂ€len, so dass jede(r) BĂŒrgerIn im Land in der Lage ist, zumindest ein Freies Radio zu empfangen.

Von der grĂŒn-roten Landesregierung erwarten wir eine öffentliche Stellungnahme zu der Pressemeldung der LfK und die Klarstellung, dass die Interpretation von LfK-PrĂ€sident Langheinrich den politischen Willen, der hinter der Gesetzesnovelle steht, grob missachtet: In der BegrĂŒndung zur Novellierung des Gesetzes heißt es auf S. 6:

"Die nichtkommerziellen Veranstalter leisten einen wichtigen Beitrag fĂŒr die aktive BĂŒrgergesellschaft. In ihren Programmen kommen Themen aus den Bereichen Kleinkunst, alternative Kunst oder lokales politisches Geschehen zur Sprache, fĂŒr die sonst kaum alternative Verbreitungsplattformen zur VerfĂŒgung stehen. Um in Zukunft eine angemessene Förderung der nichtkommerziellen Veranstalter zu gewĂ€hrleisten, soll die starre Festlegung einer Förderhöchstgrenze aufgehoben werden"

Dass ein Internetradio professionelle Berichterstattung bei diesen Themen nicht leisten kann, sollte offensichtlich sein. Weiter heißt es auf S. 8 der BegrĂŒndung:

"Mit der Streichung der Förderhöchstgrenze wird es der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation ermöglicht, die finanzielle Situation der nichtkommerziellen Veranstalter dauerhaft zu verbessern. Dadurch soll unter anderem der regelmĂ€ĂŸige Sendebetrieb der nichtkommerziellen Veranstalter abgesichert werden."

Wir interpretieren das Wort "Sendebetrieb" hier ausdrĂŒcklich nicht als Verbreitung ĂŒber das Internet, sondern als eine Versorgung der BĂŒrgerInnen mit den Inhalten der Freien Radios ĂŒber die herkömmlichen (und leicht zu erreichenden) Vertriebswege (UWK, Kabel-Radio, digitale terrestrische Frequenzen). Das Internet kann und soll hier ausschließlich als ergĂ€nzendes Medium dienen, um einen möglichst großen Teil der Gesellschaft zu erreichen. Die Landesregierung wĂŒnscht ausdrĂŒcklich eine finanzielle Absicherung der nicht-­kommerziellen Anbieter und das Ende ihrer jahrelangen Notlage – daher auch die Einarbeitung einer Soll-­Bestimmung in das Gesetz. Die LfK wird deutlich angehalten, NKL und MedienpĂ€dagogik adĂ€quat zu ihren Aufgaben und politischen Zielen zu fördern.

Die neue Landesregierung steht nach eigener Aussage fĂŒr die Meinungsvielfalt im Land und fĂŒr eine Demokratieform unter den Gesichtspunkten der aktiven BĂŒrgerbeteiligung. In diesem Sinne wird die Medienanstalt unter einem PrĂ€sidenten Langheinrich mit Sicherheit nicht handeln. Hier muss der Gesetzgeber aus unserer Sicht nachbessern.

Die Freien Radios in Baden-WĂŒrttemberg sind gern zum Dialog bereit. Wir bieten der Landesregierung an, bei der Gestaltung einer neuen Medienlandschaft in Baden-­WĂŒrttemberg, in der echte BĂŒrgerbeteiligung möglich ist, aktiv mitzuwirken und unsere langjĂ€hrige Erfahrung zur VerfĂŒgung zu stellen. Die Organisation dieser Veranstaltung war ein Anfang des Dialogs – doch die Worte des PrĂ€sidenten haben sicher allen Anwesenden gezeigt, dass noch ein langer Weg vor uns liegt, bevor eine aktive, effiziente und nachhaltige BĂŒrgerbeteiligung im Land möglich ist.

FĂŒr RĂŒckfragen:

Timo Stadler, Querfunk Karlsruhe: 0179-­3813389
Chris Wohlwill, Freies Radio WĂŒste Welle TÜ/RT: 0179-­9179025

aff-bawue.org

17.10.2012

Lokalreporter_Innen gesucht!

Menschen, die ĂŒber aktuelle lokale Ereignisse berichten wollen, seien sie aus dem politischen, dem kulturellen oder dem sportlichen Bereich, sind uns willkommen. Die produzierten BeitrĂ€ge werden dann auch tatsĂ€chlich im Radio gesendet!

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Im neuen Projekt des bermuda.funk „Rheineckar-Babylon“ hast Du die Möglichkeit zu lernen, wie das geht: Aufnahmetechnik, InterviewfĂŒhrung, Audioschnitt, Mediengesetze und Moderation sind einige der Dinge, ĂŒber die Du etwas bei uns lernen kannst.

Die Zusammenarbeit mit Menschen, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, ist auch ein Aspekt des Projekts. Fremdsprachenkenntnisse sind aber nicht erforderlich!

Trau Dich!

Mach mit!

02.10.2012

Sendet selbst!

Lust, eine eigene Sendung im bermuda.funk zu machen? In unseren kostenlosen EinfĂŒhrungsworkshops lernt ihr alles, was man zum Radiomachen so braucht - und das ist weniger kompliziert, als viele denken. Also: Ran an die Mikros, redet ĂŒber das, was euch wichtig ist und spielt die Musik, die euch gefĂ€llt!

VERANSTALTUNGSTIPPS

03.12.2014 - 06.12.2014
Das Haus, Ludwigshafen, Bahnhofstraße 30, im Jazzkeller

Niveau unter Null 21

Niveau unter Null Nummer 22 steht nun vor der TĂŒr. Kinder, wie doch die Zeit vergeht. Das 20. Jahrhundert haben die allermeisten von uns noch ganz ... weiterlesen >>


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23.11.2014 (21:00)
Karlstorbahnhof Heidelberg

Sinkane

Krautrock, Free Jazz, Funk Rock, Afro Pop

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